Artikel zum Schlagwort Staatspreis

TAG DES DESIGNS 04.02.2010 im Industriemuseum Chemnitz

 

industriemuseum

Die erste Station hieß Leipzig, jetzt macht der Tag des Designs erstmalig in Chemnitz Station. Ort des Geschehens ist Industriemuseum und entsprechend liegt der Fokus der Veranstaltung auf professionellem Design für industrielle Kunden. Nachdem das Grassi Museum vor 14 Tagen sehr gut besucht war, hoffen wir auch in Chemnitz auf ein volles Haus und bieten erstklassiges und rund um das Thema Design. Die Modenschau samt kleinem Empfang laden nach den Präsentationen zum regen Austausch ein und schließen einen Abend, der hoffentlich nur der Auftakt eines Chemnitzer Industrie-Designclusters bildet.

Der designserver sachsen hat hinter SUB design kräftig mitgeholfen und freut sich endlich mal wieder in Chemnitz zu sein. Wen also interessiert, wer wir sind und was wir machen für den stehen wir gern den ganzen Abend zu Verfügung.

Informative Vorträge unter anderem von Andreas Dober von Burghardt Leitner und Eckhard Köbler von Heidelberger Druckmaschinen AG geben einen Überblick über aktuelle internationale Entwicklungen und stellen Design als Innovationsmotor im Investitionsgütersektor dar. Designkompetenz aus Sachsen präsentieren unter anderem Wolfgang Hartig und Matthias Kratschmer von H-Design sowie Prof. Andreas Mühlenbehrend von RESOLUTDESIGN .

Das Industriemuseum wird für die Gäste des Abends noch einmal Dampf machen und eine der letzten funktionsfähigen Dampfmaschinen Deutschlands vorführen.

Nutzen Sie den Abend, Kontakte zu knüpfen. Tauschen Sie sich mit Unternehmern und Designern aus.

Programm

18:00 „Im Gespräch“ – Fachvorträge und Diskussion
„(Mehr)wert durch Industriedesign“

Miray Seramet, Berlin und Arnfied Dietz, C.R. Wittmann Nachf., Netzschkau

Wolfgang Hartig, Matthias Kratschmer, H-Design und VON ARDENNE Anlagentechnik GmbH, Dresden

Prof. Andreas Mühlenbehrend, Dresden

„designo – designor – Eine Dekonstruktion“ Andreas Werner, GWT – TUD GmbH, Chemnitz

Andreas Dober, Burghardt Leitner, Stuttgart
Eckhard Köbler, Heidelberger Druckmaschinen AG, Industrial Design

20:00 - 21:00 Abendprogramm – Modenschau, Vorführung der Dampfmaschine anschließend Empfang

sdp-logo3

Am Abend läuft erstmalig „Was ist Design?“ ein Interviewfilm mit Preisträgern und Juroren 
des Sächsischen Staatspreises für Design 2009

die Ausstellung der 
Preisträger und Nominierten des Sächsischen Staatspreises ist vom 04.02.2010 bis 11.03.2010 im Industriemuseum zu sehen.

Geschrieben in Allgemein, Handwerk, Industrie, Termine | 1 Kommentar

Eine Nachlese des Designpreises

 

sdp-logo

Und alle zwei Jahre wieder – Sächsischer Staatspreis für Design 2009 in Dresden

Die Party war hochklassig, die Location im weißen Festspielhaus Hellerau passend wie selten, und es waren fast alle da, die sächsische Designszene und die Politik und wieder das leicht schizophrene Gefühl von Premium und Provinz, dass einen beschleicht, wenn man die sächsische Designpreisverleihung und die Wettbewerbseinreichungen betrachtet. Eine Nachlese des Designpreises.

Die Einreichungen im Bereich Kommunikationsdesign waren interessant, vielfältig und hatten teilweise hohes Niveau, wobei sich merkwürdigerweise nach wie vor kaum größere, sächsische Werbeagenturen beteiligen. Hier kann man zumindest eine insgesamt gesunde, selbsttragende Branchensituation konstatieren.

Im Bereich Produktdesign gab es einigen Diskussionsbedarf, denn es wurde kein erster Preis vergeben. Ein HDMI Kabel gewinnt den 3. Preis und ein kompletter Sportwagen wird nicht mal nominiert. Es könnte natürlich sein, dass es Produkte nicht ganz einfach haben, wenn sie in einer schwarz getünchten Diskothek in einem 60er Jahre Gebäude mit 2,5m Raumhöhe und alter Bürobeleuchtung präsentiert werden. Insgesamt ragte kein Objekt wirklich heraus, aber man konnte wie immer auch interessantes und einfach gut gemachtes Design zu sehen.

Das soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass es beim Produktdesign massive Strukturprobleme in der Industrie gibt, wofür das Niveau des Produktdesigns ein wichtiger Indikator ist. Die Zuliefer-zentrierung der sächsischen Industrie ist nach wie vor das Hauptproblem der Designbranche, der Wirtschaft und damit auch des neuen Wirtschaftsministers Sven Morlok. Denn zwischen Zulieferer und Zentrale wird auch ein beträchtlicher finanzieller Mehrwert erwirtschaftet, der nicht im Land bleibt.

Förderprogramme, die einen Mittelstand ansprechen, der eigene Produkte entwickelt und vertreibt, werden auch weiterhin nicht funktionieren, weil es diese Firmen kaum gibt. Diese Firmen müssen quasi neu gegründet und entwickelt werden. Dafür muss es Förderung geben. Ansätze wie Manufakturen und Kreative Quartiere gibt es genug. Und seit der Studie zur sächsischen Kreativindustrie 2009 weiß man im Ministerium auch, wie viele Menschen in diesem Sektor arbeiten.

Die Sonderpreise Handwerk und Juniordesign haben sich etabliert und sind immer wieder Fundstelle guter Gestaltung und innovativer Ideen.

Soviel am Zustand der Designszene zu kritisieren ist - Der Designpreis funktioniert und ist immer wieder ein guter und wichtiger Treffpunkt, um mit vielen bekannten oder neuen Kollegen zu sprechen oder Kontakte zu den Institutionen zu pflegen.

Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare